2007 – Andalusien – Ausstellung in Alsfeld

Alle Artikel zum Curriculum Vitae:

2007 – Premio Nacional de Periodismo “Ciudad de Guadix” Sparte Fotografie

Einer aufmerksamen Mitarbeiterin im Rathaus von Guadix habe ich es zu verdanken, mit diesem Preis ausgezeichnet worden zu sein. Sie hat wohl bei Recherchen meinen Artikel über Guadix in Das AKTUELLE Spanienmagazin gefunden und mir mitgeteilt, dass ein Wettbewerb stattfand. Also habe ich alle notwendigen Unterlagen eingesandt und eines Tages die erfreuliche Mitteilung erhalten, den Premio Nacional de Periodismo „Ciudad de Guadix“, en la modalidad de Fotografía erhalten zu haben:

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Fundsache

Es war mal wieder soweit: Im Mai lag ein kleines Häufchen Elend am Straßenrand und konnte dort einfach nicht liegen gelassen werden. So kam meine Frau am Abend zurück und hatte eine Handvoll Katze dabei, zerzaust, halb verhungert und irgendetwas stimmte mit einem Hinterlauf nicht. Also erst einmal etwas zu fressen geben, was nicht einfach war, denn aus dem Napf ging es noch nicht, dort hat er die Milch immer nur eingeatmet und sofort wieder heraus geprustet. Wir hatten noch eine kleine Spritze, mit der haben wir ihm dann etwas verdünnte Milch eingeflößt. Die Rettung war geglückt, er überlebte die Nacht, doch irgendetwas musste geschehen. Also am nächsten Tag erst einmal zum Tierarzt. Der stellte fest, dass der rechte Hinterlauf gebrochen war. Das war auch gut zu erkennen, man musste das kleine Tierchen nur mal ein bisschen hin und her wackeln, und schon baumelte das eine Beinchen herum. Was hatte das zur Folge?

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Untermieter


Schon oft wurde unser Hof von wohnungssuchenden Schwalbenpärchen inspiziert, doch bisher waren sie alle zu scheu, um sich mitten unter Menschen, Hunden und Katzen anzusiedeln. Doch dieses Jahr kam ein wohl jung vermähltes und verliebtes Pärchen munter trällernd und dachte sich: Hier gefällt es uns. Nun, das mit dem Trällern und Zwitschern hat ja gut funktioniert, doch der Hausbau wollte zunächst nicht so recht klappen. Tapfer haben es die Beiden auf einer Länge von rund einem Meter versucht, den Grundstock für ihr neues Heim zu kleben, doch irgendwie hat der Lehm nicht so recht haften wollen. Doch Übung macht bekanntlich den Meister und so haben sie es schließlich geschafft, ihr schickes, kleines Ein-Terrassen-Appartement zu installieren. Baumaterial gab es zur Genüge, besonders nebenan auf der neuen Pferdekoppel, was zur Folge hatte, dass ihr gemütliches Nest mit hübschen Girlanden aus Pferdehaar verziert war. Endlich war es geschafft und fast einen Monat lang geschah gar nichts mehr. (Stimmt natürlich nicht, es war nur nicht offensichtlich).

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Berlin

Es gab da einmal eine kleine Insel inmitten eines unbekannten, bedrohlich anmutenden real-sozialistischen Landes. Diese Insel hieß Berlin, war sehr lebhaft, bunt und multi-kulti, wollte ständig groß hinaus, wurde aber immer wieder in seine betonierten Grenzen gewiesen. Auf dieser kleinen Insel, die nur über den Luft- oder Transitweg erreichbar war, wohnten meine Familie und ich für eine paar wegweisende Jahre. Wir waren jung und kannten das alte Berlin nicht, lernten dafür diese Insel lieben. Der Transitverkehr gehörte dazu, mit Plaste und Elaste aus Schkopau und dem Ziellauf über die Betonpisten, um als erster am Kontrollposten anzukommen – batam – batam – batam…

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Die Jahrtausendwende

Keine Panik – oder doch?

Jetzt ist es ja bald soweit, die Jahrtausendwende ist erreicht. Eigentlich gar nichts besonderes, ein Tag wie jeder andere, oder hat die Geschichte sich jemals nach dem Kalender gerichtet, zumal noch die Frage entsteht, nach welchem Kalender sie sich richten sollte? Der Jahrtausendwechsel betrifft ja schließlich nur all diejenigen, die den Gregorianischen Kalender beachten. Aber hier liegt das Problem. Zum ersten mal in der Geschichte beeinflußt ein Kalender direkt unsere Umwelt, zumindest überall dort, wo diese von Computern gesteuert wird. Und wo wird sie dies mittlerweile nicht mehr? Hier beginnen nun die grauenvollsten Horrorszenarien.

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Das Straßenfest – Feria in Málaga

Jedes Jahr finden in allen Städten Andalusiens die großen Ferias statt. Auch in Málaga ist es bald wieder soweit, am 15. August beginnen die 10 Tage der dortigen Feria. Leider hat man als ständig in Spanien Wohnender oft nicht mehr so die Möglichkeit, all die Gelegenheiten, die sich vor Ort bieten, mitzuerleben. Außerdem ist man von den vielen Ferias, die hier in jedem Städtchen stattfinden, schon so gesättigt, dass auch nicht mehr die rechte Lust aufkommt. So ergeht es uns auch jedes Jahr wieder: Keine Zeit, keine Lust, alles viel zu viel. Aber einmal muss man einfach da gewesen sein, und so besuchten wir einmal die Feria an einem Samstagnachmittag. Für meinen Geschmack war es eine gute Idee, denn an einem solchen ‚ganz normalen Nachmittag‘ hat dieses riesige Fest eine ganz persönliche Note.

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Daisy – Wohin mit ihr?

Niedlich, klein und schwarz war sie, als sie vor der Eingangstür unseres Wohnhauses lag. Nun ja, schwarz ist sie immer noch, nur hat sie sich mittlerweile zu einem ausgewachsenen Monster entwickelt, was ihre Größe anbetrifft. Und auf ihren Dackelblick fällt man ob ihrer Ausmaße auch nur noch bedingt herein. Obwohl ich zugeben muß, daß sie ihn in der Tat gut drauf hat.

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Weihnachten – nur eine Konvention?

Eigentlich weiß es ja inzwischen jeder, spätestens seit es Papst Johannes Paul II im Jahre ’93 sogar bestätigte: „Weihnachten ist nur eine Konvention“. Ebenfalls bestätigte er, daß die ersten Christen bis zum Jahre 354 überhaupt kein Weihnachten gefeiert haben. Eigentlich stammt das Fest aus vorchristlicher Zeit.

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Eine Leidenschaft

Eine Kurzgeschichte

Es fing klein an. Irgendwann ging ich in unsere große, gut ausgestattete Küche. Ich sah mich um. Es war alles vorhanden, was man zur Erstellung abwechslungsreicher Speisen benötigt. Um so mehr verwunderte es mich, daß uns unser Küchenmädchen Luise, solange ich des Denkens fähig bin, eintönige und simple Mahlzeiten zubereitete. Doch lag dies wohl an ihren beschränkten Fähigkeiten. Ich entdeckte zu meiner Rechten ein kleines Regal, welches einige alte und verstaubte Bücher bereithielt. Nähertretend fand ich meine Vermutung bestätigt. Es war eine Auswahl erlesenster Kochbücher, dessen Vorhandensein Luise anscheinend übersah. Das konnte ich nun gar nicht verstehen, entzückte mich der Anblick dieser wunderschönen braunen Buchrücken doch aufs äußerste. Schon bald lag einer dieser Bände geöffnet vor mir, und da geschah es. Mich ergriff ein tiefer, erregender Zwang, auszuführen, was jenes kleine Büchlein mir vorschrieb. Ich hatte mich bisher noch nicht in der Kunst des Kochens geübt, doch gelang mir schon bei diesem allerersten Mal ein gar köstliches Gericht, seinesgleichen ich von Luise noch nicht erlebt habe.

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