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Reiseberichte aus Andalusien
Málaga & Costa del Sol

Málaga - Nicht nur Picassos Geburtsstadt

Pablo Ruiz Picasso, geboren und aufgewachsen in Málaga, das Aushängeschild der Stadt, aber bei weitem nicht die einzige Attraktion. Natürlich ist er der wichtigste Promi, auch wenn schon lange tot, aber so können regelmäßig die Geburts- und Todestage zelebriert werden, so wie dieses Jahr der 145. Geburtstag. Aber vielleicht ist er auch mit ein tragender Grund, warum sich die Stadt in den letzten Jahren besonders auf die Kultur und bildende Kunst besonnen hat und sich für 2016 sogar als Kulturhauptstadt Europas bewirbt. Die alten Museen wurden modernisiert, neue kamen hinzu, besonders erwähnenswert das CACMálaga, ein Museum für zeitgenössische Kunst in einer historischen Lagerhalle, sowie das MuseoPicassoMálaga, ein eigens dem Künstler gewidmetes Museum in einem speziell dafür restauriertem Stadtpalast im Zentrum. Daneben gibt es noch eine Unmenge kleinerer und größerer Museen, die den verschiedensten Themen gewidmet wurden...

Alcazaba de Málaga

Es heißt, die Araber der alten Zeit haben nicht, wie zum Beispiel die Römer, für die Ewigkeit gebaut sondern um sich einfach wohl zu fühlen. Das wird auch bei einem Besuch der Alcazaba in Málaga deutlich. Man betritt sie zunächst durch eine s-förmig angelegte Eingangsformation aus Gassen und Toren, geschickt zur Verteidigung geeignet. Dann kommen schon die ersten hübsch angelegten kleinen Gärten mit einem wundervollen Blick auf den Hafen von Málaga. Von dort geht es durch ein weiteres Tor in den Palast selber...

Das Straßenfest - Feria in Málaga

Jedes Jahr finden in allen Städten Andalusiens die großen Ferias statt. Auch in Málaga ist es bald wieder soweit, am 15. August beginnen die 10 Tage der dortigen Feria. Leider hat man als ständig in Spanien Wohnender oft nicht mehr so die Möglichkeit, all die Gelegenheiten, die sich vor Ort bieten, mitzuerleben. Außerdem ist man von den vielen Ferias, die hier in jedem Städtchen stattfinden, schon so gesättigt, dass auch nicht mehr die rechte Lust aufkommt. So ergeht es uns auch jedes Jahr wieder: Keine Zeit, keine Lust, alles viel zu viel. Aber einmal muss man einfach da gewesen sein, und so besuchten wir einmal die Feria an einem Samstagnachmittag. Für meinen Geschmack war es eine gute Idee, denn an einem solchen 'ganz normalen Nachmittag' hat dieses riesige Fest eine ganz persönliche Note...

Perlen Andalusiens: Alcazaba de Málaga

Fotoserie über die Alcazaba in Málaga

Perlen Andalusiens: Málaga

Fotoserie über die Stadt Málaga

Antequera

Antequera hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Die Wurzeln gehen zurück bis in die Bronzezeit, die Römer hatten dort gesiedelt, doch auch für die Mauren war der Ort eine wichtige Bastion. Sie gaben ihm den Namen Medina Antecaria. Im Jahre 1410 wurde Antequera durch den Königssohn Ferdinand erobert und war danach für lange Zeit eine blühende Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde diese Blüte allerdings durch die verheerenden Feldzüge Napoleons und einer nicht weniger zerstörerischen Gelbfieberplage beinahe vollständig vernichtet. Es dauerte ein halbes Jahrhundert bis sich der Ort von diesem Schlag erholt hat, um sich danach als wohlhabende Industriestadt zu etablieren. Nach weiteren Rückschlägen in der großen Weltwirtschaftskrise hat sich Antequera jetzt zu einer modernen spanischen Stadt mit rund 40.000 Einwohnern entwickelt...

La Axarquía (1) - Ein kleines Stück voll Andalusien

La Axarquía, ein ganz besonderes Stück Andalusiens, in dem alles zu finden ist, was dieses Land so typisch macht, und über dessen Hauptstadt Cervantes in seinem Buch Don Quichote de la Mancha schrieb: „Dank sei Gott, meine Herren, dass er uns in eine so schöne Gegend geführt hat! Denn wenn ich mich nicht irre, ist die Erde, auf der wir hier gehen, die von Vélez-Málaga...“ Schroffe Berge, bis 2000 Meter hoch, sanfte Hügel, uralte Olivenbäume, weitläufigen Mandelplantagen, wilde Bäche, ein schöner See und natürlich die allgegenwärtigen weißen Dörfer. Und das alles auf einer relativ kleinen Fläche von etwas mehr als 1000 Quadratkilometern.

La Axarquía (2) - Der milde Westen

Nach dem schroffen Osten führt diese Tour in den milden Westen, der geprägt ist von Oliven, Mandeln und Wein. Mitten darin grüne Täler voller Avocados. Besonders im späten Winter ist diese Region sanft und beruhigend. Zwischen den Bäumen sprießt frisches Grün, gemischt mit bunten Blumen oder quietschgelbem Klee. Wenn dann noch die Mandeln blühen und so lauter weiße Puderquasten in der Landschaft verteilen, ist die Idylle perfekt.

Marbella - Kleiner Schatz in teurem Umfeld

Marbella scheint aus den Schlagzeilen kaum mehr heraus zu kommen, doch sollte das von einem Besuch nicht abschrecken, denn im Herzen dieser großen Tourismus- und Villenwüste befindet sich ein hübscher kleiner Schatz, El Casco Histórico. Dieser historische Altstadtkern ist sehr hübsch, zum größten Teil schon liebevoll restauriert und voller Leben. Trotz vieler Touristen und teurer Läden hat er ein authentisches Flair behalten, das zu gemütlichem Spazieren und Verweilen einlädt...

Mijas - Zwischen Flamenco und Burros

Die auffälligste Attraktion in Mijas sind mit Sicherheit die Eseltaxis, bunt geschmückt und weithin zu riechen. Beliebt natürlich besonders bei den kleineren Besuchern. Die Erwachsenen kommen aber auch nicht zu kurz, denn es gibt eine Menge zu sehen, historische Bauwerke, kuriose Museen und schöne Parkanlagen. Und Mijas tut alles, um den neugierigen Besucher zufrieden zu stellen und verwöhnt ihn mit einer gepflegt andalusischen Kulisse...

Montes de Málaga - Ein großartiger Naturpark

Der Naturpark Montes de Málaga ist ein beinahe 5.000 Hektar großer Wald im Norden Málagas. Dort findet sich eine wundervolle Vielfalt an typisch mediterraner Flora und Fauna und Wanderwege laden zum Kennenlernen dieser Naturlandschaft ein. Auf idyllisch gelegenen Picknickplätzen kann man sich mit Freunden treffen. Wer der Natur besonders nahe kommen will, kann auf einer der Campingmöglichkeiten übernachten. Sogar ein Hotel befindet sich mitten im Herzen des Naturparks. Ein gutes Beispiel, wie auf angenehme Weise Umweltbewusstsein gefördert werden kann. Ein Muss für jeden, der Málaga besucht und wirklich kennenlernen will...

Paraje Natural Desfiladero de los Gaitanes - Im Naturpark bei El Chorro

Dieses abwechslungsreiche Naturschutzgebiet ist eine beeindruckende Mischung aus faszinierend ursprünglicher Natur und einem von Menschenhand errichteten Stauseensystem. Die unzähligen Becken und Seen, die über Flüsse, Tunnel und Röhren miteinander verbunden sind und über eine Vielzahl von Turbinen Strom erzeugen, bilden eine der wichtigsten Hydraulikanlagen Andalusiens. Aber gerade diese vielen Wasserflächen verleihen der an sich schon großartigen Landschaft einen ganz besonderen Reiz...

Durch den Río Chillar - Ein pures Naturvergnügen

Eine Wanderung durch einen Fluss ist an der sonst doch recht trockenen Costa del Sol schon etwas Besonderes. Aber in den Bergen von Nerja kann man es erleben. Hier gibt es zwei der wenigen Flüsse, die das ganze Jahr Wasser führen, der Río Chillar ist einer davon. Er ermöglicht ein ganz besonderes Wandervergnügen, denn man kann fast die ganze Strecke in dem herrlich sauberen und kühlen Wasser zurücklegen, entsprechendes Schuhwerk vorausgesetzt...

Ronda - Die Stadt der Dichter und Toreros

Mit Ronda verbindet jeder Andalusienreisende wilde Romantik, denn den Meisten ist das Bild der beeindruckenden Brücke über der steilen Schlucht ein Begriff. Egal aus welcher Perspektive ist es immer ein unbeschreibliches Schauspiel, wie sich der mühsam gemauerte Bogen 100 Meter über die Tiefe erhebt, seltsame schwarze Vögel mit gebogenen rotem Schnabel krächzend ihre Kreise ziehen und sich irgendwo da unten kühles Wasser seinen Weg bahnt. Manchen ist Ronda aber auch aus einem anderen Grunde bekannt, denn es ist die Wiege des heutigen spanischen Stierkampfes, und daher ist hier eine der ältesten Stierkampfarenen zu finden. Aber egal aus welchem Grunde jemand die Stadt besucht, er wird von geballter Historie empfangen...

Perlen Andalusiens: Ronda

Fotoserie über die Stadt Ronda

Sierra de Enmedio - Zu Fuß von Frigiliana zum Río Chillar

Wandern in Andalusien ist mit eine der faszinierendsten Arten, dieses Land hautnah zu erleben. Es gibt eine Unmenge Wanderwege, kurze und lange, schwere und leichte. In jedem Fall ist die Natur, die dabei erlebt wird, jede Anstrengung wert. So auch im Hinterland von Frigiliana in der Axarquía. Schier endlose Hügelketten erstrecken sich zur Küste, mal öde und karg, vor vielen Jahren einem Brand zum Opfer gefallen, dann wieder wild und bizarr, voller kleiner knorriger Kiefern und wilden Bächen im Tal. Die Hänge sind teils sanft und leicht zu begehen, teilweise aber auch schroff und steil, ein Verlassen der schmalen Wanderwege wäre hier fatal...

El Torcal und Fuente de Piedra - Von Felsen und Vögeln

Im Landkreis Antequera liegen zwei der interessantesten Naturparks Andalusiens. El Torcal, ein „Felsenmuseum“ mit Skulpturen, die in einem unermesslichen Zeitraum von Wasser und Wetter aus dem Felsen gehauen worden waren, sowie die Lagune von Fuente de Piedra, eine der größten Flamingo-Brutstätten in Europa. Dazu kommt noch eine weitere erstaunliche Sehenswürdigkeit, die Dolmen von Antequera, wichtige Zeugnisse der Megalithkultur, errichtet vor rund 4.500 Jahren...

Perlen Andalusiens: El Torcal

Fotoserie über das Naturschauspiel El Torcal

Torremolinos - Ehemalige Hochburg des Tourismus

Torremolinos, eine der berühmt-berüchtigten Hochburgen des Tourismus, emporgewachsen in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts, und manche sollen es damals Düsseldorf-Süd genannt haben. Vieles wurde in jener Zeit jedoch offensichtlich zu schnell aus dem Boden gestampft und kämpft nun erbittert gegen den Verfall. Inzwischen wird aber auch erneuert, so hat die Stadt vor einigen Jahren eine neue, ansprechende Strandpromenade erhalten, die gut gepflegt zum Flanieren einlädt. Unzählige Chiringuitos säumen den Strand und locken mit teils eigentümlichen, teils romantischen Accessoires zum Dinieren. So wird Torremolinos auch in Zukunft eine Hochburg des Tourismus bleiben, bietet sie ja alles, was viele Touristenherzen höher schlagen lässt, lange Sandstrände, viele Bars, Restaurants und Diskotheken, jede Menge Möglichkeiten zum Shoppen und dazwischen auch noch ein Hauch von spanisch-mediterraner Romantik...

El Valle del Genal - Zwischen Eichen und Kastanien

Das Tal des Río Genal ist das ganze Jahr über fruchtbar und grün. Der größte Teil der Hänge ist mit Kastanien und Korkeichen bewaldet. Viele kleine weiße Dörfer und Städte mit arabischem Ursprung säumen das Tal. Es gehört zur Serranía de Ronda und grenzt an die Sierra Bermeja. Jeder Kilometer der Strecke ist ausgesprochen beeindruckend und durchweg andalusisch. Vielleicht purer als man denkt, denn ganz Andalusien soll ja in früherer Zeit grün und waldig gewesen sein...

Modern Wargames

Ein Roman von Jorge Maga über den Irr-Sinn von Kriegsspielen

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