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Reiseberichte aus Andalusien

Málaga · Granada · Almería · Cádiz · Córdoba · Jaén · Sevilla · Huelva


Málaga & Costa del Sol

Málaga - Nicht nur Picassos Geburtsstadt

Pablo Ruiz Picasso, geboren und aufgewachsen in Málaga, das Aushängeschild der Stadt, aber bei weitem nicht die einzige Attraktion. Natürlich ist er der wichtigste Promi, auch wenn schon lange tot, aber so können regelmäßig die Geburts- und Todestage zelebriert werden, so wie dieses Jahr der 145. Geburtstag. Aber vielleicht ist er auch mit ein tragender Grund, warum sich die Stadt in den letzten Jahren besonders auf die Kultur und bildende Kunst besonnen hat und sich für 2016 sogar als Kulturhauptstadt Europas bewirbt. Die alten Museen wurden modernisiert, neue kamen hinzu, besonders erwähnenswert das CACMálaga, ein Museum für zeitgenössische Kunst in einer historischen Lagerhalle, sowie das MuseoPicassoMálaga, ein eigens dem Künstler gewidmetes Museum in einem speziell dafür restauriertem Stadtpalast im Zentrum. Daneben gibt es noch eine Unmenge kleinerer und größerer Museen, die den verschiedensten Themen gewidmet wurden...

Alcazaba de Málaga

Es heißt, die Araber der alten Zeit haben nicht, wie zum Beispiel die Römer, für die Ewigkeit gebaut sondern um sich einfach wohl zu fühlen. Das wird auch bei einem Besuch der Alcazaba in Málaga deutlich. Man betritt sie zunächst durch eine s-förmig angelegte Eingangsformation aus Gassen und Toren, geschickt zur Verteidigung geeignet. Dann kommen schon die ersten hübsch angelegten kleinen Gärten mit einem wundervollen Blick auf den Hafen von Málaga. Von dort geht es durch ein weiteres Tor in den Palast selber...

Das Straßenfest - Feria in Málaga

Jedes Jahr finden in allen Städten Andalusiens die großen Ferias statt. Auch in Málaga ist es bald wieder soweit, am 15. August beginnen die 10 Tage der dortigen Feria. Leider hat man als ständig in Spanien Wohnender oft nicht mehr so die Möglichkeit, all die Gelegenheiten, die sich vor Ort bieten, mitzuerleben. Außerdem ist man von den vielen Ferias, die hier in jedem Städtchen stattfinden, schon so gesättigt, dass auch nicht mehr die rechte Lust aufkommt. So ergeht es uns auch jedes Jahr wieder: Keine Zeit, keine Lust, alles viel zu viel. Aber einmal muss man einfach da gewesen sein, und so besuchten wir einmal die Feria an einem Samstagnachmittag. Für meinen Geschmack war es eine gute Idee, denn an einem solchen 'ganz normalen Nachmittag' hat dieses riesige Fest eine ganz persönliche Note...

Perlen Andalusiens: Alcazaba de Málaga

Fotoserie über die Alcazaba in Málaga

Perlen Andalusiens: Málaga

Fotoserie über die Stadt Málaga

Antequera

Antequera hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Die Wurzeln gehen zurück bis in die Bronzezeit, die Römer hatten dort gesiedelt, doch auch für die Mauren war der Ort eine wichtige Bastion. Sie gaben ihm den Namen Medina Antecaria. Im Jahre 1410 wurde Antequera durch den Königssohn Ferdinand erobert und war danach für lange Zeit eine blühende Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde diese Blüte allerdings durch die verheerenden Feldzüge Napoleons und einer nicht weniger zerstörerischen Gelbfieberplage beinahe vollständig vernichtet. Es dauerte ein halbes Jahrhundert bis sich der Ort von diesem Schlag erholt hat, um sich danach als wohlhabende Industriestadt zu etablieren. Nach weiteren Rückschlägen in der großen Weltwirtschaftskrise hat sich Antequera jetzt zu einer modernen spanischen Stadt mit rund 40.000 Einwohnern entwickelt...

La Axarquía (1) - Ein kleines Stück voll Andalusien

La Axarquía, ein ganz besonderes Stück Andalusiens, in dem alles zu finden ist, was dieses Land so typisch macht, und über dessen Hauptstadt Cervantes in seinem Buch Don Quichote de la Mancha schrieb: „Dank sei Gott, meine Herren, dass er uns in eine so schöne Gegend geführt hat! Denn wenn ich mich nicht irre, ist die Erde, auf der wir hier gehen, die von Vélez-Málaga...“ Schroffe Berge, bis 2000 Meter hoch, sanfte Hügel, uralte Olivenbäume, weitläufigen Mandelplantagen, wilde Bäche, ein schöner See und natürlich die allgegenwärtigen weißen Dörfer. Und das alles auf einer relativ kleinen Fläche von etwas mehr als 1000 Quadratkilometern.

La Axarquía (2) - Der milde Westen

Nach dem schroffen Osten führt diese Tour in den milden Westen, der geprägt ist von Oliven, Mandeln und Wein. Mitten darin grüne Täler voller Avocados. Besonders im späten Winter ist diese Region sanft und beruhigend. Zwischen den Bäumen sprießt frisches Grün, gemischt mit bunten Blumen oder quietschgelbem Klee. Wenn dann noch die Mandeln blühen und so lauter weiße Puderquasten in der Landschaft verteilen, ist die Idylle perfekt.

Marbella - Kleiner Schatz in teurem Umfeld

Marbella scheint aus den Schlagzeilen kaum mehr heraus zu kommen, doch sollte das von einem Besuch nicht abschrecken, denn im Herzen dieser großen Tourismus- und Villenwüste befindet sich ein hübscher kleiner Schatz, El Casco Histórico. Dieser historische Altstadtkern ist sehr hübsch, zum größten Teil schon liebevoll restauriert und voller Leben. Trotz vieler Touristen und teurer Läden hat er ein authentisches Flair behalten, das zu gemütlichem Spazieren und Verweilen einlädt...

Mijas - Zwischen Flamenco und Burros

Die auffälligste Attraktion in Mijas sind mit Sicherheit die Eseltaxis, bunt geschmückt und weithin zu riechen. Beliebt natürlich besonders bei den kleineren Besuchern. Die Erwachsenen kommen aber auch nicht zu kurz, denn es gibt eine Menge zu sehen, historische Bauwerke, kuriose Museen und schöne Parkanlagen. Und Mijas tut alles, um den neugierigen Besucher zufrieden zu stellen und verwöhnt ihn mit einer gepflegt andalusischen Kulisse...

Montes de Málaga - Ein großartiger Naturpark

Der Naturpark Montes de Málaga ist ein beinahe 5.000 Hektar großer Wald im Norden Málagas. Dort findet sich eine wundervolle Vielfalt an typisch mediterraner Flora und Fauna und Wanderwege laden zum Kennenlernen dieser Naturlandschaft ein. Auf idyllisch gelegenen Picknickplätzen kann man sich mit Freunden treffen. Wer der Natur besonders nahe kommen will, kann auf einer der Campingmöglichkeiten übernachten. Sogar ein Hotel befindet sich mitten im Herzen des Naturparks. Ein gutes Beispiel, wie auf angenehme Weise Umweltbewusstsein gefördert werden kann. Ein Muss für jeden, der Málaga besucht und wirklich kennenlernen will...

Paraje Natural Desfiladero de los Gaitanes - Im Naturpark bei El Chorro

Dieses abwechslungsreiche Naturschutzgebiet ist eine beeindruckende Mischung aus faszinierend ursprünglicher Natur und einem von Menschenhand errichteten Stauseensystem. Die unzähligen Becken und Seen, die über Flüsse, Tunnel und Röhren miteinander verbunden sind und über eine Vielzahl von Turbinen Strom erzeugen, bilden eine der wichtigsten Hydraulikanlagen Andalusiens. Aber gerade diese vielen Wasserflächen verleihen der an sich schon großartigen Landschaft einen ganz besonderen Reiz...

Durch den Río Chillar - Ein pures Naturvergnügen

Eine Wanderung durch einen Fluss ist an der sonst doch recht trockenen Costa del Sol schon etwas Besonderes. Aber in den Bergen von Nerja kann man es erleben. Hier gibt es zwei der wenigen Flüsse, die das ganze Jahr Wasser führen, der Río Chillar ist einer davon. Er ermöglicht ein ganz besonderes Wandervergnügen, denn man kann fast die ganze Strecke in dem herrlich sauberen und kühlen Wasser zurücklegen, entsprechendes Schuhwerk vorausgesetzt...

Ronda - Die Stadt der Dichter und Toreros

Mit Ronda verbindet jeder Andalusienreisende wilde Romantik, denn den Meisten ist das Bild der beeindruckenden Brücke über der steilen Schlucht ein Begriff. Egal aus welcher Perspektive ist es immer ein unbeschreibliches Schauspiel, wie sich der mühsam gemauerte Bogen 100 Meter über die Tiefe erhebt, seltsame schwarze Vögel mit gebogenen rotem Schnabel krächzend ihre Kreise ziehen und sich irgendwo da unten kühles Wasser seinen Weg bahnt. Manchen ist Ronda aber auch aus einem anderen Grunde bekannt, denn es ist die Wiege des heutigen spanischen Stierkampfes, und daher ist hier eine der ältesten Stierkampfarenen zu finden. Aber egal aus welchem Grunde jemand die Stadt besucht, er wird von geballter Historie empfangen...

Perlen Andalusiens: Ronda

Fotoserie über die Stadt Ronda

Sierra de Enmedio - Zu Fuß von Frigiliana zum Río Chillar

Wandern in Andalusien ist mit eine der faszinierendsten Arten, dieses Land hautnah zu erleben. Es gibt eine Unmenge Wanderwege, kurze und lange, schwere und leichte. In jedem Fall ist die Natur, die dabei erlebt wird, jede Anstrengung wert. So auch im Hinterland von Frigiliana in der Axarquía. Schier endlose Hügelketten erstrecken sich zur Küste, mal öde und karg, vor vielen Jahren einem Brand zum Opfer gefallen, dann wieder wild und bizarr, voller kleiner knorriger Kiefern und wilden Bächen im Tal. Die Hänge sind teils sanft und leicht zu begehen, teilweise aber auch schroff und steil, ein Verlassen der schmalen Wanderwege wäre hier fatal...

El Torcal und Fuente de Piedra - Von Felsen und Vögeln

Im Landkreis Antequera liegen zwei der interessantesten Naturparks Andalusiens. El Torcal, ein „Felsenmuseum“ mit Skulpturen, die in einem unermesslichen Zeitraum von Wasser und Wetter aus dem Felsen gehauen worden waren, sowie die Lagune von Fuente de Piedra, eine der größten Flamingo-Brutstätten in Europa. Dazu kommt noch eine weitere erstaunliche Sehenswürdigkeit, die Dolmen von Antequera, wichtige Zeugnisse der Megalithkultur, errichtet vor rund 4.500 Jahren...

Perlen Andalusiens: El Torcal

Fotoserie über das Naturschauspiel El Torcal

Torremolinos - Ehemalige Hochburg des Tourismus

Torremolinos, eine der berühmt-berüchtigten Hochburgen des Tourismus, emporgewachsen in den Sechzigern des letzten Jahrhunderts, und manche sollen es damals Düsseldorf-Süd genannt haben. Vieles wurde in jener Zeit jedoch offensichtlich zu schnell aus dem Boden gestampft und kämpft nun erbittert gegen den Verfall. Inzwischen wird aber auch erneuert, so hat die Stadt vor einigen Jahren eine neue, ansprechende Strandpromenade erhalten, die gut gepflegt zum Flanieren einlädt. Unzählige Chiringuitos säumen den Strand und locken mit teils eigentümlichen, teils romantischen Accessoires zum Dinieren. So wird Torremolinos auch in Zukunft eine Hochburg des Tourismus bleiben, bietet sie ja alles, was viele Touristenherzen höher schlagen lässt, lange Sandstrände, viele Bars, Restaurants und Diskotheken, jede Menge Möglichkeiten zum Shoppen und dazwischen auch noch ein Hauch von spanisch-mediterraner Romantik...

El Valle del Genal - Zwischen Eichen und Kastanien

Das Tal des Río Genal ist das ganze Jahr über fruchtbar und grün. Der größte Teil der Hänge ist mit Kastanien und Korkeichen bewaldet. Viele kleine weiße Dörfer und Städte mit arabischem Ursprung säumen das Tal. Es gehört zur Serranía de Ronda und grenzt an die Sierra Bermeja. Jeder Kilometer der Strecke ist ausgesprochen beeindruckend und durchweg andalusisch. Vielleicht purer als man denkt, denn ganz Andalusien soll ja in früherer Zeit grün und waldig gewesen sein...


Granada & Costa Tropical

Granada - Die Stadt ist eine Dame

Es gibt einen Vers eines arabischen Dichters, der die Stadt wie folgt beschreibt: „...so komm und schau: - Die Stadt ist eine Dame, ist eines Berges Frau. - Gürtelgleich umspannt ein Fluss ihres Leibes Schimmern: - Blumenhaft an ihrem Halse die Juwelen flimmern.“ Eine passende Beschreibung, wenn dieser Charme heute vielleicht auch nicht mehr ganz so offensichtlich ist, zu sehr hat die Moderne in und besonders um Granada Einzug gehalten. So heißt es in einem Reiseführer, dass man für diese Stadt Geduld mitbringen muss. Und in der Tat, man muss sich etwas genauer umsehen, länger hinsehen, sich mitreißen lassen. Dann ist der Reiz Granadas plötzlich offensichtlich. Hier wirkt nicht immer das Ganze, mehr die vielen faszinierenden Details...

Die Alhambra in Granada - Ein maurisches Märchenschloss

Geheimnisvoll und verträumt thront die Alhambra über Granada. Viele Geschichten verbergen sich in ihren Mauern, von Herrschern mit Prunk und Macht, bis zu Halunken, die sich in ihren Winkeln verbargen, von Reichtum aus bedeutenden Zeiten, als die Nasiriden Granada und seine Umgebung beherrschten. Aber auch von Armut und Verfall, nachdem Pläne gescheitert und Erbfolgen umkämpft worden waren. Versunken in Bedeutungslosigkeit verfiel die Pracht und wurde erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Langsam wurde begonnen, die filigranen Stuckarbeiten zu erhalten und Zerfallenes zu restaurieren. 1832 veröffentlichte Washington Irving sein Buch „Tales of the Alhambra“, welches einen faszinierenden Einblick in das Leben in der Alhambra und ihrer Umgebung vermittelt. Bald entdeckte der Tourismus die prachtvolle Anlage die 1984 schließlich von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde...

Perlen Andalusiens: Alhambra de Granada

Fotoserie über die Alhambra in Granada

Almuñecar - Symbiose aus Historie und Tourismus

In einem Reiseführer wird Almuñecar als ein Touristenort mit Atmosphäre beschrieben, wenn auch nicht unbedingt andalusischer, sondern internationaler Art. Der erste Eindruck bestätigt dies, wobei der Kern selbst sehr wohl andalusischen Charme versprüht, besonders durch die typische, weiß gehaltene verschachtelte Altstadt, die sich um die Reste der altertümlichen Festung herum gruppiert. In den neuen Teilen entlang des in zwei große Buchten geteilten Strandes trifft man hingegen auf den beschriebenen internationalen Flair, der jedoch meist nicht so ’bauwütig‘ erscheint, wie in vielen anderen Touristenmetropolen der spanischen Küste...

Las Alpujarras - Pures Wasser und feinster Schinken

Sie war das letzte Refugium der Mauren, lange Zeit vergessen, aber inzwischen wieder bekannt und beliebt, besonders wegen des guten Lanjarón-Wassers und des hervorragenden Jamón Serrano aus Trevélez und den umliegenden Orten. Durch ihr trockenes Klima ist die Region für diesen getrockneten Schinken besonders geeignet. Aber auch die Landschaft tut ihren Teil, um einen Besuch der Alpujarras zu einem lohnenden Erlebnis zu machen...

Las Alpujarras

Las Alpujarras ist die zur Küste gewandte Seite der Sierra Nevada, trotz der Höhe sehr fruchtbar und bekannt durch das hervorragende Wasser aus Lanjaron und den luftgetrockneten Schinken aus Trevélez. So bietet sich bei einem Ausflug in diese Region auch die Straße an, welche diese beiden Orte miteinander verbindet, in den meisten Karten als besonders pittoresk gekennzeichnet. Wir erreichten sie von Málaga aus über die Küstenstraße, bogen bei Motril in Richtung Granada in die Berge ab, passierten den beeindruckenden neuen Stausee und verließen die anschließend beginnende neue Autobahn gleich wieder in Richtung Lanjarón. In der Tat ist diese Strecke, die jetzt durch die Alpujarras führt, ausgesprochen sehenswert. Das Gebirge ist teils weich und hügelig, andererseits wieder schroff und steil. Üppige Vegetation säumt die Straße, in den kultivierten Bereichen sind es vornehmlich Oliven und Mandeln, weiter oben dann gemischte Laubwälder, die den Besucher durch ihre wunderbare Herbstfärbung bezaubern. Auffallend die vielen Esskastanien, die den Straßenrand säumen...

Guadix - Andalusien einmal anders

Jeder Besucher Andalusiens verbindet mit dem Namen Guadix jene Region, in der die Menschen in Höhlen wohnen, aber nicht so wie in der Steinzeit. Nein, es sind richtige Wohnungen, die statt aus Stein gebaut in Stein gehauen sind. Ein Besuch dieser Stadt vermittelt ein völlig neues Gefühl für Wohnen. Hier wird modernes ökologisches Bauen schon seit Jahrhunderten praktiziert. Dazu kommt noch eine unglaublich extravagante Landschaft, schroff und zerklüftet, wild und weitläufig...

Salobreña - Eine andalusische Idylle

Es gibt sie doch noch, ein paar Küstenregionen, die noch nicht völlig vom Tourismus vereinnahmt wurden. Salobreña gehört eindeutig dazu. Eine andalusische weiße Stadt, malerisch auf einem hohen Felsen errichtet und überragt von den Türmen einer alten maurischen Festung. Natürlich haben auch hier einige Bettenburgen Einzug gehalten, sie liegen aber etwas außerhalb als gehörten sie eigentlich nicht mehr dazu. Ansonsten ist das touristische Angebot zwar vielfältig, aber bisher unaufdringlich. Und so vermittelt die ganze Stadt, im neuen wie im alten Teil, eine sehr angenehm andalusische Atmosphäre. Von den klassischen verwinkelten Gassen, die teilweise üppig mit Blumen geschmückt sind, bis hin zu modernen aber nicht überladenen Einkaufsstraßen voller Leben und Treiben...

Sierra Nevada - Ein Spanisches Wintermärchen

Die Sierra Nevada als höchste Gebirgskette des Spanischen Festlandes ist weithin sichtbar, besonders im Winter, wenn sich eine weiße Schneedecke auf die vielen Dreitausender gelegt hat. Beeindruckend erhebt sie sich über die am Fuße liegende Provinzhauptstadt Granada und drängt förmlich auf einen Besuch. Der Kontrast ist ja auch faszinierend. Während an der Küste einige Touristen noch immer ein Sonnenbad nehmen und gelegentlich sogar in das frisch-kühle Wasser springen, preschen keine hundert Kilometer Luftlinie entfernt die ersten Wintersportler über die eisigen Pisten.

Vielfalt Andalusiens - Rund um die Sierra Almijara

Viele Reisen durch Andalusien sind eine wundervolle Aneinanderreihung von abwechslungsreichen Landschaften, aber diese Tour rund um die Sierra Almijara ist ein wahres Wechselbad der Natur. Beinahe alle Landschaftsformen Andalusiens sind hier vereint und lassen den Reisenden nicht mehr aus dem Staunen kommen. Von üppigen Feldern und schroffen Bergen, dichten Wäldern und kargem Hochland ist alles vorhanden. Aufgelockert durch Flüsse und Seen, angereichert mit Düften und Geräuschen ergibt alles zusammen eine der vielleicht schönsten Rundreisen in diesem vielfältigen Land...


Almería

Almería - Eine aufstrebende Hafen- und Universitätsstadt

Es gibt noch viel zu tun, in Almería, einer aufstrebenden und doch altehrwürdigen Hafenstadt an der gleichnamigen Küste im Südosten Andalusiens. Vieles der Altstadt ist leider schon dem Verfall und der Erneuerung zum Opfer gefallen, doch jetzt wird gerettet, was noch gut genug erhalten ist, und das ist nicht wenig. Durch diese Mischung aus Moderne und Verfall entsteht aber gleichzeitig eine ganz besondere Atmosphäre, die einem Besuch der Stadt auch jetzt schon reizvoll macht. Und mit jedem Jahr wird das alte Zentrum prächtiger werden.

Tabernas - Oder: Once upon a time in the West

Sie waren alle hier, Henry Fonda, Claudia Cardinale, Charles Bronson, Clint Eastwood und und und. Es war die große Zeit des sogenannten Spaghetti-Western, welcher Almerías Wüste in die Kinos gebracht hat. Von 'Spiel mir das Lied vom Tod' bis 'Für eine Handvoll Dollar' wurden hier Klassiker dieses Genres in Szene gesetzt. Aber auch neuere Streifen, wie 'Indiana Jones und der letzte Kreuzzug' wurden dort teilweise gedreht. Betrachtet man die umwerfende Landschaft dieser Region, ist es aber auch nicht verwunderlich. Sie ist einfach eine geniale Kulisse und ein faszinierendes Naturschauspiel!

El Camino Real - Die königliche Verbindung von Almería und Granada

Hieronymus Münzer reiste in den Jahren 1494/95 durch ganz Spanien, unter anderem aber als einer der ersten Deutschen durch das gerade erst von den katholischen Königen rückeroberte Gebiet zwischen Granada und Almería, welches der Camino Real durchquert. Dieser königliche Weg ist eine der wichtigsten Strecken im alten Al-Andalus gewesen und ist auch heute noch eine lohnenswerte Route durch das östliche Andalusien. Sie schlängelt sich entlang der Sierra Nevada und führt vorbei an vielen kleineren und größeren Ortschaften mit mehr oder weniger interessanten historischen Sehenswürdigkeiten...


Cádiz & Costa de la Luz

Cádiz - Atlantisches Andalusien

Cádiz wirkt seltsam anders, verglichen mit dem üblichen Stadtbildern Andalusiens, die meist von ihrer maurischen Geschichte geprägt sind. Aber Cádiz ist auf seiner kleinen Landzunge zu eingeengt, um etwas aus allen historischen Epochen behalten zu können. Zwar gibt es Überbleibsel aus den verschiedenen Zeiten, doch der größte Teil der Bauwerke in der Altstadt stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der letzten Blütezeit der Stadt. So ist Cádiz geprägt von unzähligen Gassen mit gemütlich wirkenden Stadthäusern, in deren Inneren klassische Innenhöfe für eine natürliche Kühlung sorgen. Dazwischen viele Plätze mit Cafes und kleinen Geschäften...

Jerez I - Stadt des Sherry und der Pferde

Weltberühmt ist die Stadt Jerez mit Sicherheit durch den Sherry, aber auch durch die famose Pferdezucht geworden. Beides sind natürlich nicht die einzigen Sehenswürdigkeiten dieser geschichtsträchtigen Stadt, doch wohl die auffälligsten. Egal, wo man sich in Jerez aufhält, es begegnen einem immer irgendwelche Fässer oder Sonnenschirme mit der weithin sichtbaren Aufschrift „Tio Pepe“, von einer der wichtigsten Bodegas der Stadt, Gonzales Byass. Daneben tauchen oft die bekannten Pferde auf, entweder in Form von Denkmälern, oder ganz real, vor Kutschen oder mit auffällig gekleideten Reitern. Besonders während der „Feria del Caballo“, die jedes Jahr innerhalb der ersten zwei Wochen des Monats Mai stattfindet ist die Stadt voll prächtig geschmückter Pferdegespanne...

Jerez II - Eine Reise durch die Zeit

Jerez gehört zu den bedeutenden historischen Städten Andalusiens, dessen Geschichte bis weit in die Vergangenheit reicht. Seit der Steinzeit ist diese Region bewohnt, was durch zahlreiche Funde belegt ist. Nachweislich erlebte die Stadt ihre erste große Blüte, als sie im 12. und 13. Jahrhundert von den Arabern mit Festung und Stadtmauer versehen wurde. Teile der Mauer sind bis heute erhalten und zeigen dem Besucher die schon damals beträchtlichen Ausmaße der Stadt. Seitdem waren Pracht und Reichtum vielen geschichtlichen Schwankungen unterworfen...

Feria de Caballo - Jerez

Haben Sie vom 11. - 18. Mai noch nichts vor? Dann besuchen Sie doch die Feria del Caballo in Jerez. Es ist ein besonderes Ereignis nicht nur für Pferdeliebhaber, denn es ist gleichzeitig auch einfach das große Fest in dieser Stadt...

Perlen Andalusiens: Jerez

Fotoserie über die Stadt Jerez

Los Alcornocales und Castellar de la Frontera

„Es grünt so Grün, wenn Spaniens Blüten blühen“ - so deutlich ist mir dieser Spruch schon lange nicht mehr vor Augen geführt worden, wie hier im Parque Natural de los Alcornocales. Das Frühjahr ist, was die Naturlandschaften betrifft, immer wieder die schönste Zeit. Die Wiesen und Felder sind grün, hier in diesem Naturpark sogar in einem trockenem Winter wie in diesem Jahr. Dazu kommen noch die grenzenlosen Korkeichenwälder, die zwar immergrün sind, aber in dieser Jahreszeit noch frischer wirken. Ein Naturerlebnis ersten Ranges.

An der Costa de la Luz - Dünen, Römer und viel Meer

Die Costa de la Luz, die Küste, welche sich von Tarifa bis nach Trebujena erstreckt, hat einen ganz besonderen Reiz. Sie ist geprägt von den starken Winden und dem rauen Ozean, hat dabei endlose Sandstrände und andererseits auch schroffe Steilküsten. Sie war schon bei den Römern beliebt, die dort sogar eine Stadt, Baelo Claudio, gründeten. Ein besonders auffälliges Phänomen der Küste sind riesige Dünen, die sich in die Buchten schieben. Dies liegt an der besonderen Ausrichtung der kilometerlangen Strände parallel zur Windrichtung, sodass der Sand den ganzen Strand entlang geweht wird, bis es in einer Bucht nicht mehr weiter geht. Dort türmt sich dann eine gigantische Düne auf, die alles unter sich begräbt, was ihr im Wege steht. Da dieser Wind sehr häufig und auch recht heftig bläst, haben viele Hotels und Gaststätten ihre Namen an diesen ständigen Begleiter angepasst und beinhalten Bezeichnungen wie „Levante“ oder „Hurricane“. Ein weiterer auffallender Bestandteil der Küste sind weitläufige Pinienwälder, die dem Wanderer angenehmen Schatten und guten Schutz vor dem Wind bieten...

Über Arcos de la Frontera auf der Ruta de los Pueblos Blancos

Die Route der weißen Dörfer führt den Reisenden durch die klassisch andalusische Landschaft, die ihren Ursprung besonders in maurischer Zeit findet, denn alle diese Ortschaften stammen mindestens aus jener Zeit. Deutlich erkennbar ist dies durch den klassischen Aufbau der Orte, kleine verschachtelte weiße Häuser rund um eine mehr oder weniger erhaltene Festung und mit wenigstens einen aufragendem Kirchturm, der wiederum meist an Stelle eines ehemaligen Minaretts steht. Von Dörfern zu sprechen, ist bei den meisten Ortschaften allerdings nicht so passend, denn oft handelt es sich um ausgewachsene Städte. Passender daher der spanische Titel dieser Route: Ruta de los Pueblos Blancos.

Tarifa - Die Südspitze Europas

Tarifa; sogleich fällt einem ein, dass dies der südlichste Ort Spaniens ist, das Sprungbrett nach Afrika, gleichzeitig aber auch die Durchfahrt ins Mittelmeer. Auf der einen Seite der raue Atlantik, auf der anderen das milde Mittelmeer. Doch hier sind beide noch ungestüm, aufgepeitscht durch die sich immer wieder abwechselnden Winde Poniente und Levante. Doch der Ort hat auch eine raue Geschichte hinter sich, hart umkämpft, Bollwerk nach Süden und Kontrapunkt zum britischen Gibraltar. Auf der anderen Seite hat die Stadt ebenso ihre ruhigen Seiten, kleine gemütliche Gässchen, große Naturparks vor der Tür und lustige Gefährten in der Meerenge. Der Umgebung war schon der letzte Artikel gewidmet, diesmal soll die Stadt selber Ziel der Reise sein, dazu ein Trip auf's Wasser, Whale watching, ein lohnenswertes Unterfangen für alle Tierliebhaber...

Sierra de Grazalema - Ein grandioser Naturschutzpark

Schroffe Berge, sanfte Täler, weiße Dörfer. Alles, was ein Besucher Andalusiens erwartet, findet er in diesem beeindruckenden Naturpark Sierra de Grazalema, den sich die Provinzen Málaga und Cádiz teilen. Geeignet für Tagestouren mit dem Auto, aber auch eine Fundgrube für Wanderfreunde, die dort 33 ausgewiesene Wanderwege finden können. Dazu noch Geschichte zurück bis zu den Höhlenbewohnern, eine vielfältige Flora und Fauna und Ruhe ohne Ende. Dieser wundervolle Park mit mehr als 50.000 Hektar Fläche wurde nicht umsonst von der UNESCO zum Biosphären-Reservat ernannt...

Zwischen weißen Städten und grünen Feldern

In Andalusien gibt es eigentlich kaum einen Ort, der nicht gleichzeitig einen Blick in die Geschichte erlaubt. Seien es beeindruckende Kirchen und Kathedralen, geschichtsträchtige Burgen oder prähistorische Überreste. So auch auf dieser abwechslungsreichen Rundfahrt durch drei Ortschaften in der Nähe von Ronda, nämlich Olvera, El Gastor und Zahara de la Sierra. Alle drei haben eine bewegte Vergangenheit und warten mit einigen Besonderheiten auf. Zudem liegen sie in einer wundervollen Landschaft. Die Strecke von Olvera über El Gastor nach Zahara ist eine Reise durch das pure Andalusien, vorbei an Olivenhainen und Pinienwäldern, durch sanfte Hügel und schroffe Gebirge, und als Höhepunkt entlang dem juwelgleichen Stausee von Zahara...

Vía Verde de la Sierra - Auf den grünen Wegen

Es gibt in Spanien mehrere stillgelegte Eisenbahnstrecken. Diese wurden liebevoll in Rad- und Wanderwege umgestaltet und bieten dem Besucher eine ideale Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben, gekoppelt mit dem interessanten Gefühl, auf einem Stück Geschichte zu wandeln. La Vía Verde de la Sierra ist ein solcher „Grüner Weg“ zwischen Olvera und Puerto Serrano...


Córdoba

Córdoba - Vom Kampf der Kulturen

Córdoba ist wohl eine der ältesten und bedeutendsten Städte Andalusiens, in der sich der Kampf der Kulturen besonders deutlich manifestiert hat. In vielen Orten finden sich Überreste der verschiedenen Kulturen, die sich in Andalusien ausgebreitet haben, aber selten ist die „feindliche Übernahme“ so offensichtlich, wie hier. Zwar sind auch anderswo nahezu alle ehemaligen Moscheen entweder abgerissen oder in Kirchen umgewandelt worden, aber hier blieb die drittgrößte Moschee der Welt grundsätzlich erhalten und wurde nur durch entsprechende Umbauten in eine katholische Kathedrale umgewandelt. Das Ergebnis ist ein sonderbares Gebilde mit einem ganz eigenen Reiz, nicht Moschee, nicht Kirche, aber doch von allem etwas...


Jaén

Jaén - Kastilisches Andalusien

Es war eigentlich die gleiche Geschichte, doch hat sie hier ein anderes Gesicht hinterlassen. Als eine der ersten Rückeroberungen war Jaén mit seiner Festung lange Zeit der Vorposten der kastilischen Königreiche im Kampf gegen das maurische Andalusien. Und heute ist es eine geschäftige Stadt, die sich einen ganz eigenen Charme erhalten hat. Etwas abseits vom allgemeinen Touristenstrom wird Jaén mehr von den wirklich interessierten Reisenden besucht, was den Bewohnern eine gewisse Offenheit erhalten hat. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wird den Besuchern viel geboten: attraktive Sehenswürdigkeiten, wie die Kathedrale, die arabischen Bäder oder die Burg Santa Catalina...

Alcalá la Real - in der Sierra Sur

Alcalá la Real war einst eine überaus wichtige Festungsstadt an der Grenze des maurischen Königreiches. Heute erinnert nur noch die große Festungsanlage an diese Zeit. Etwas abseits der großen Touristenzentren wird die Stadt gerne übersehen, bietet aber einem Besucher einen durchaus abwechslungsreichen Aufenthalt...


Sevilla

Sevilla I - Andalusien wie es leibt und lebt

Fernando de Herrera schrieb vor über fünfhundert Jahren über Sevilla: „Du bist nicht Stadt, sondern eine Welt; in dir kann man zusammen bewundern, was woanders verstreut, Teil Spaniens, viel größer als das Ganze.“ Wenn man durch die Gassen dieser großartigen Stadt wandelt, kann man jene Aussage gut verstehen. Vielleicht ist sie heute nicht mehr „größer“ als das Ganze, aber nach wie vor eine überwältigende Ansammlung von allem, was Andalusien und vielleicht sogar ganz Spanien ausmacht.

Sevilla II - Grandiose Kulisse

Bei einem Aufenthalt in Sevilla fühlt man sich oft wie in einer großen Theaterkulisse. Besonders die Plaza de España fördert diesen Eindruck, aber auch große Schauplätze wie die Tabakfabrik. Ebenso sorgt die Vielfalt der Fassaden, die aus allen Stilepochen entstammen, für diesen pittoresken Eindruck. Sevilla ist mit Sicherheit eine der buntesten und abwechslungsreichsten Städte Andalusiens. Sie könnte Kulissen für jedes nur erdenkliche Theaterstück bieten.

Perlen Andalusiens: Sevilla

Fotoserie über die Stadt Sevilla


Huelva

Huelva - Von Schönheit umgeben

Huelva, eine eher unauffällige Industrie- und Hafenstadt in einer landschaftlich wunderschönen Umgebung. Naturparks wie die Marismas del Odiel und der bekannte Nationalpark Coto de Doñana gehören zur Provinz, dazu eine ausgesprochen schöne Atlantikküste mit weitreichenden, kiefernbestandenen Dünen. In Huelva startete Columbus seine Suche nach Indien, Erdbeben verwüsteten große Teile der Stadt und tropische Hurrikans stießen hier auf die Küste. Die Erzgewinnung prägt die Geschichte.

Jorge Maga

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